Künstlerabende mit Boris Pavlovich
Am 3. und 4. September fanden im RKI und im Wiener Theater „Delfin“ offene Künstlerabende mit dem russischen Theaterregisseur Boris Pavlovich, der für den Preis „Die goldene Maske“ nominiert wurde, statt. Thema war „Theater des sozialen Wandels: Wie Theater die Welt verändern kann“.
Boris Pavlovich ist Regisseur, Schauspieler und Leiter der sozial-aufklärerischen Projekte im Tovstonogov Bolschoj Drama-Theater, Lektor an inklusiven Workshops in Russland und im Ausland. Das Theater von Boris Pavlovich ist ein experimenteller Raum am Querschnitt von Poesie, Psychologie, sozialer Projekte und der Anthropologie des Theaters. Der Regisseur ist Autor bekannter sozialer Theaterprojekte wie „Vogelsprache“, „Quartier. Gespräche“ – Theaterstücke, in denen Menschen mit Erkrankungen des autistischen Spektrums spielen. In seiner Figur vereinen sich wichtige Themen des modernen russischen Theaters: eine aktive bürgerliche Position, das Gespür für große Literatur, die Suche auf dem Gebiet der Kommunikation mit den Zuschauern.
An den Abenden mit den Wiener Zuschauern erzählte der Regisseur von den Querverbindungen in der modernen Kultur und von der garantierten Methodik wissenschaftlicher Entdeckungen, von Wiener Psychologen und Philosophen, auch davon, wie sie ihm in seinem Schaffen helfen. Boris Pavlovich gab die Erfahrungen seiner Arbeit in den akademischen Theatern, mit Schülern und Menschen mit Behinderungen weiter, er beantwortete ferner zahlreiche Fragen des Publikums.
Die Abende fanden in russischer und deutscher Sprache statt. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem österreichischen Michail-Chekhov-Zentrum organisiert.

Tel.: 01 / 505 18 29


















