Konzert der Pianistin Mascha Dmitriewa im RKI in Wien
Am Donnerstag, den 16. Jänner fand im Russischen Kulturinstitut in Wien ein ungewöhnliches Konzert statt. Ein ungewöhnliches, weil die Interpretin – Pianistin Mascha Dmitriewa (Deutschland) gleichzeitig als Moderatorin agierte. Sie erzählte in spannender Art über die für das Urteil des Publikums dargebotene Musik sowie über die Schicksale der Komponisten, die diese Musik geschrieben haben.
Es war auch aus einem anderen Grund ungewöhnlich: es erklangen nämlich nicht nur Werke großer, vom Publikum geliebter Komponisten, wie Beethoven und Chopin, sondern auch die der halbvergessenen, zum Beispiel von Ignatz Pleyel, der als Komponist unter seinen Zeitgenossen populärer als Beethoven und Mozart war, aber auch Werke seines Sohnes, Camille Pleyel.
Das Programm des Konzerts wurde „Wien-Paris-Moskau-New York“ genannt und es schloss Werke und Erzählungen über interessante Aspekte der Arbeit und die Schicksalswendungen von Sergej Rachmaninow, Anton Arenskij, John Gershwin und des modernen amerikanischen Komponisten Gordon Sherwood mit ein.
Materialien für das Programm sammelte Mascha Dmitriewa in den Bibliotheken und Archiven Europas und der USA. Eine bedeutende Rolle spielte auch ihre persönliche Bekanntschaft mit Kunsthistorikern und Komponisten.
Absolventin des Moskauer Konservatoriums und der Universität für Musik und Theater in Hannover studierte sie beim herausragenden Pianisten unserer Zeit Murray Perahia. Mascha Dmitriewa gibt viele Konzerte in diversen Ländern.
Als erstklassige Interpretin klassischer und moderner Musik und gleichzeitig als Musiktheoretikerin vereinte Mascha Dmitriewa in ihrem Schaffen musikalische und aufklärerische Komponente.
Das Publikum dankte der Pianistin herzlich für diesen Abend, der den Zuhörern nicht nur neue künstlerische Eindrücke brachte, sondern auch ihre Vorstellungen über Musik und die Komponisten erweiterte.

Tel.: 01 / 505 18 29


















