Das Konzert “Il Viaggio a Bayreuth” im Russischen Haus in Wien
"Il Viaggio a Bayreuth" – die weltberühmte dramatische Sopranistin Elena Pankratova, Professorin der Universität der Künste Graz nannte so das Konzert ihrer Klasse, das im russischen Haus in Wien am 18. Juni stattgefunden hat. Der Name steht im Einklang mit dem Titel Oper "Die Reise nach Reims" (Il Viaggio a Reims) von Gioachino Rossini. Und Bayreuth ist die Stadt Richard Wagners, eine Stadt, die der große deutsche Komponist, der sich wie Eis und Flamme von Rossini unterscheidet, für sein Leben und für das Einrichten seines berühmten Festivals gewählt hat.
In ihrer einleitenden Rede vor dem Konzert, unmittelbar nachdem Frau Pankratova und ihre Studenten vom stellvertretenden Direktor des Russischen Hauses in Wien, Alexander Zhurawljow begrüßt wurden, stellte die Professorin fest, dass sie es für ihre Studenten besonders nützlich findet, nicht nur am italienischen, sondern auch am deutschen Repertoire zu arbeiten. Aus diesem außergewöhnlichen Konzept (in der Regel lernen Sänger das italienische Repertoire und nur später, oft im Erwachsenenalter, beginnen einige von ihnen, Wagner zu singen) wuchs das Programm des Abends, die die Rückkehr des Russischen Hauses in Wien zu aktiver Konzerttätigkeit nach vielen Monaten des Lockdowns kennzeichnete. Unter den jungen Musikern, die am Freitag im Russischen Haus auftraten, waren Staatsbürger Russlands, der Ukraine, Weißrusslands, Sloweniens, Deutschlands und Kanadas, sie alle wurden sorgfältig von Elena Pankratova für ihre Klasse ausgewählt. Fast alle jungen Sänger haben bereits reiche künstlerische Biografien - Siege bei internationalen Wettbewerben, Aufführungen an Opernhäusern von Kiew bis Graz und von St. Petersburg bis Paris, sowie auf diversen Festivals und Opernbühnen. Unter anderem hat die Sopranistin Tatjana Maksimova einen Job als Konzertmeisterin des Mariinski-Theaters, und der Tenor Juri Juschkewitsch ist Teilnehmer des Jugendprogramms der Salzburger Festspiele und Festspiele in Bregenz.
Das zweiteilige Programm umfasste 22 Nummern: Arien und Duette von Rossini, Bellini, Donizetti, Verdi und Wagner. Zu Beginn der zweiten Konzerthälfte wurden vier Lieder von Richard Wagner zu den Gedichten von Matilda Vesendonk vorgetragen, und am Ende spielte die Konzertmeisterin Swetlana Sokolowa und ihrer Tochter Anna, die in einem speziellen Programm für begabte junge Pianisten studiert, zu vier Händen die Überarbeitung von "Der Verzauberung des Feuers" aus Wagners "Walküre" vor. Neben Sokolowa wurden die jungen Sängerinnen und Sänger von dem Pianist Sasha El Muissi begleitet. Das Publikum hieß die jungen Künstler und ihre Mentorin herzlich willkommen. Es wurden Wünsche zum Ausdruck gebracht, dass Pankratovas Konzerte im russischen Haus in Wien zur Tradition werden sollten. Das Video des Konzerts wird in Kürze am Kanal des Russischen Hauses auf Youtube veröffentlicht.

Tel.: 01 / 505 18 29


















