Die internationale Aktion „Garten der Erinnerung“ fand erstmals in Österreich statt

06/21/2021 - 13:00

Am Vorabend des 80. Jahrestages des Beginns des Großen Vaterländischen Kriegs wurden an einer sowjetischen Militärgrabstätte in Pressbaum Bäume gepflanzt, um an mehr als dreihundert Soldaten der Roten Armee zu erinnern, die in diesem Grab liegen, und die während der Kämpfe oder im Frühjahr 1945 an ihren Wunden starben.

Das Russische Haus in Wien initiierte diese Aktion in Österreich. Daran nahmen Vertreter der Kulturdenkmalgesellschaft "Wremja", Forschungszentrum "Mermory" und Österreicher - Freunde des Russischen Hauses teil. Die Aktion wurde von der Regierung des Landes Niederösterreich und der Stadt Pressbaum unterstützt. Der amtierende Direktor des Russischen Hauses in Wien, Alexander Zhuravljow, dankte dem Vertreter der niederösterreichischen Verwaltung, Ing. Joachim Weninger, für seine Hilfe, Unterstützung und sein Interesse an der Durchführung der Aktion und sagte, dass die internationale Aktion "Garten der Erinnerung" in Österreich eine gute Tradition werden wird. "Der 22. Juni 1941 ist eines der traurigsten Daten in der Geschichte Russlands und aller Sowjetrepubliken. In die Familien der multinationalen Völker der UdSSR brach an diesem Tag der Krieg ein. Die Erinnerung an die Ereignisse des Großen Vaterländischen Kriegs zu bewahren, ist unsere gemeinsame Pflicht. Möge der Tag des Gedenkens und der Trauer noch einmal daran erinnern, wie wichtig es ist, die Welt zu schützen", sagte Alexander Zhuravljow. Im Umkreis Pressbaums kam es im Frühjahr 1945 zu heftigen Kämpfen, bei denen Hunderte Soldaten der Roten Armee starben, viele starben an den Wunden in den Spitälern der Stadt und in den angrenzenden Siedlungen.

Pressbaum wird in den Nachrichten des sowjetischen Informationsbüros vom 8. April 1945 erwähnt. "Am 7. April 1945 besetzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front die Stadt Pressbaum an der Bahnstrecke Wien-Linz", hieß es in der Erklärung. Wir erinnern daran, dass die internationale Aktion "Garten der Erinnerung" im Jahr 2020, anlässlich des 75. Jahrestages des Sieges startete. Die allrussische Freiwilligenbewegung VOLONTÄRE DES SIEGES (ВОЛОНТЁРЫ ПОБЕДЫ) und der Gedenkfond der Heerführer des Sieges haben die Initiative ergriffen, um jedem im Großen Vaterländischen Krieg gefallenen Menschen durch die Pflanzung von 27 Millionen Bäumen ein lebendiges Denkmal zu schaffen. Die Agentur Rossotrudnitschestwo und deren Vertretungen im Ausland (Russische Häuser auf der ganzen Welt) unterstützten diese Idee. Mehr als 300.000 Menschen aus allen 85 Regionen Russlands nehmen an der Großaktion "Garten der Erinnerung" teil, und mehr als 50 Länder schlossen sich ihr an.