Abend anlässlich der Tage der slawischen Schrift und Kultur

05/22/2019 - 21:45

Am 22. Mai fand im Russischen Kulturinstitut die Eröffnung der Ausstellung des Moskauer staatlichen vereinten Freilichtmuseums „Quellen der großen russischen Literatur“ statt. Anlass der Ausstellung war der 325. Jahrestag der Herausgabe der ersten russischen gedruckten Fibel.

Grundlage der Ausstellung waren Fotoreproduktionen des einzigartigen Denkmals der Literatur und Buchgrafik, das in Moskau Ende des 17. Jahrhunderts von dem Gelehrten und Theologen Karion Istomin gedruckt wurde sowie andere aus dem Bestand des Museums stammende ikonografische Werke, Grafiken und Bücher vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Die Ausstellung wurde von der stellvertretenden Direktorin des Freilichtmuseums „Kolomenskoje-Ismajlowo-Ljublino“ Natalja Golowanowa präsentiert. Die Leiterin der archäologischen Abteilung Olga Tazenko führte durch die Ausstellung. Der Direktor des RKI in Wien Dmitrij Sokolow begrüßte die Gäste und vermerkte, dass die russische Literatur  ein breiter Begriff sei, der die Grundlage für  die daraus entstandenen kulturellen und volkstümlichen Traditionen bilde.
Das russische Wort leistete einen wesentlichen Beitrag zur Weltliteratur und der Kultur im Allgemeinen. Die an diesem Abend überfüllten Säle des RKI bestätigten, dass das österreichische Publikum den Beitrag der russischen Literatur zur Herausbildung der geistigen Grundlagen der modernen Zivilisation hoch bewertet.
Das Programm wurde mit dem feierlichen Auftritt des Folklore-Ensembles „Kalinka“ (Wien), das heuer das 15. Jahr des Bestehens feiert, fortgesetzt. Das Ensemble ist mit Erfolg am RKI tätig, es erhält liebevoll die musikalischen und künstlerischen Traditionen des multinationalen Russlands und erfreut die österreichischen Zuschauer mit seinen unvergesslichen und farbenfrohen Auftritten. Die Künstler traten in der russischen Nationaltracht aus der Kollektion der Kunst-Designerin Alla Denissowa, die sie detailreich nach alten in diversen Regionen Russlands gefundenen Mustern wiederhergestellt hat, auf. Elemente der gezeigten Kostüme waren goldene und silberne Fäden, Flussperlen, Glasperlen, Stickereien, die die Vielseitigkeit russischer Folklore-Traditionen widerspiegeln. Sie wurden vom Publikum bewundert. Zum Jubiläum gratulierten „Kalinka“ Vertreter internationaler Organisationen in Wien, wo der Chor Konzertauftritte gegeben und damit die Popularisierung der mannigfaltigen russischen Kultur gefördert hat. Dem Ensemble wurde auch von anderen künstlerischen Vereinigungen herzlich gratuliert, mit denen es viele Jahre eng kooperierte - das waren das Folklore-Ensemble „Golubuschki“, „Olga Brigadnowa und Freunde“ und der Präsident des Literaturklubs „Russische Poesie in Österreich“ Viktor Klykow. Zum Abschluss des Abends der russischen Literatur erklang - gemeinsam mit ehemaligen Mitgliedern und den Zuschauern - das beliebte russische Volkslied „Kalinka“, das dem Ensemble den Namen gab.