Das historische Gedächtnis muss über der Politik stehen
Am 27. September hielt der Vizepräsident des Internationalen Mauthausen-Komitees, Doktorand der Geschichtswissenschaften Alexei Konopatchenkow, einen Vortrag im Russischen Haus in Wien. In seinem Vortrag „Kinder im Konzentrationslager Mauthausen” betonte er: „Uns verbindet das historische Gedächtnis, der Schmerz und das Leid der Häftlinge. Das muss über allen politischen Spaltungen stehen. Die wichtigste Lehre aus dem Lager ist, dass sich Vertreter verschiedener Völker gegenseitig unterstützt und geholfen haben, zu überleben. Die Freundschaft hat zum Überleben beigetragen sagte der Mauthausen-Häftling Vasili Kononenko.“
Konopatschenkov merkte an, dass sich die angespannte internationale Lage auf die Zusammenarbeit im Bereich der Erinnerungsarbeit auswirkt, auf persönlicher Ebene jedoch weiterhin besteht. Das Internationale Mauthausen-Komitee wurde nach der Befreiung des Lagers im Jahr 1945 gegründet. Seine Hauptaufgabe ist es, das Andenken an die Opfer zu bewahren. In Mauthausen und seinen Außenstellen befanden sich etwa 200.000 Häftlinge aus 70 Ländern, mehr als 100.000 Menschen starben, darunter über 30.000 sowjetische Staatsbürger.

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