Der, dem Jubiläum von Sergej Prokofjew gewidmete Abend beendete die Konzertsaison des Russischen Hauses in Wien

06/24/2021 - 23:30

Einzigartig in seinem vielseitigen Programm und hoher Leistungsqualität war der Abend anlässlich des 130. Geburtstags des großen russischen Komponisten Sergej Prokofjew. Dieser Abend, der am 24. Juni im russischen Haus in Wien stattfand, war das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit des Russischen Hauses mit der Universität für Musik und darstellender Kunst Wien (MUK).

Der stellvertretende Direktor des Russischen Hauses, Alexander Zhuravljow, eröffnete den Abend, begrüßte das Publikum und gab das Wort an den Professor der Universität MUK Ewgenij Sinaiskij weiter, der als Moderator der Veranstaltung fungierte. Ihm zufolge war das Konzert bereits für das Frühjahr geplant, am 23. April, den 130. Geburtstag Prokofjews. Wegen der Pandemie musste sie jedoch verschoben werden - zum Glück nicht für lange.

"Sergej Sergejevitschs Leben verlief nicht nur in verschiedenen Ländern und auf verschiedenen Kontinenten, sondern auch in verschiedenen Epochen, auf verschiedenen kulturellen und politischen Ebenen", sagte Sinaiskij. Wenn wir uns seinen Werken lauschen anhören, hören wir, sehen wir einen feinsten Lyriker, einen Rebellen und Leugner sämtlicher Grundlagen, einen epischen Erzähler, Träumer und den Impressionisten."

Das Programm des Abends wurde so konzipiert, dass es Prokofjews letzte Komposition enthielt, das vor seiner Abreise aus dem zaristischen Russland und das erste große Werk, das nach seiner Rückkehr in ein neues Land - die UdSSR - geschaffen wurde. Darüber hinaus wurden Werke von Prokofjews Zeitgenossen gespielt, die auch seine Zeit widerspiegelten.

Zu Beginn des Abends erklang Prokofjews Zyklus "Fünf Gedichte von Anna Achmatowa", op. 27, komponiert 1916. Dieser wurde von Freunden des Russischen Hauses, Gewinnern internationaler Wettbewerbe, Solistin des Landestheaters Linz Ilona Revolskaja (Sopran) und Alexander Panfilov (Klavier) aufgeführt. Am Ende des Programms spielten der Konzertmeister der Bratschen-Gruppe des niederösterreichischen Orchesters „Tonkünstler“ Nikita Gerkussov und Professor Sinaijskij mehrere Nummern aus Prokofjews Suite "Romeo und Julia" für Bratsche und Klavier in Bearbeitung von Vadim Borissovskij.

Und zwischen diesen Werken von Prokofjew spielte Alexander Panfilov das Präludium und Fuge a-Moll, op.87 von Dmitri Schostakowitsch und Nikita Gerkussov zusammen mit der Pianistin Julia Balabitschewa - zwei Teile der äußerst selten gespielten Sonate für Bratsche und Klavier des bemerkenswerten sowjetischen Komponisten Vissarion Schebalin.

Mit einem herzlichen Applaus bedankte sich das Publikum bei den Musikern für das exquisit zusammengestellte und wunderbar ausgeführte Programm, das nicht nur das Jubiläum von Prokofjew kennzeichnete, sondern auch das Ende einer für alle schwierigen Saison, die von der Pandemie für sieben Monate unterbrochen, aber im Juni vor den Sommerferien wieder aufgenommen werden konnte.

Die Aufzeichnung dieses einzigartigen Abends wird auf dem YouTube-Kanal des Russischen Hauses in Wien veröffentlicht.