Die Ausstellung „Von ‚Yunost‘ nach Europa. 90 Jahre im Objektiv von Leonid Schimanowitsch“ wurde in Wien eröffnet
Er lebte in Moskau und war weiterhin kreativ tätig, wobei er sich den scharfen Blick bewahrt hat, der ihn zu einem der führenden Fotojournalisten des legendären Magazins „Yunost“(die Jugend) gemacht hat. Seine Kamera hat den Chefredakteur von „Yunost“, Andrej Dementjew, den Grafiker des Magazins Oleg Kokin, den Dichter und Barden Bulat Okudzhava, den Künstler Nikolai Dotschkin, die Produktionsleiterin Natalja Gaganowa, den ersten Kosmonauten Juri Gagarin, die Schriftstellerin Anastassija Zwetajewa – die Schwester der Dichterin Marina Zwetajewa – und viele andere. Diese Fotos sind nicht nur Porträts, sondern lebendige Zeugnisse einer Zeit, in der Kunst, Geschichte und menschliche Schicksale miteinander verwoben sind.
Zum ersten Mal werden in Wien sowohl einzigartige Archivaufnahmen des Meisters als auch seine zeitgenössischen Arbeiten gezeigt – Spaziergänge durch europäische Städte, voller Licht, Details und feinem Humor. In der Ausstellung treffen schwarz-weiße Momente der Vergangenheit auf farbenfrohe Aufnahmen der Gegenwart und erzeugen so den Effekt einer Reise durch die Jahrzehnte.
Die Besucher der Ausstellung sahen auch ein spezielles Interview mit Leonid Wladimirowitsch, das seinem Lebensweg und seinen Erinnerungen gewidmet war: über seine Arbeit bei „Yunost“, über Begegnungen mit herausragenden Persönlichkeiten und darüber, wie der Fotograf die Welt nach neun Jahrzehnten seines Lebens sieht.
Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass sie zwei Stränge miteinander verbindet: seltene, bisher der Öffentlichkeit nicht zugängliche Archivaufnahmen aus dem goldenen Fundus der sowjetischen Fotogeschichte und lebendige, aktuelle Fotos, die in unserer Zeit aufgenommen wurden. Dies ist eine einzigartige Gelegenheit zu sehen, wie ein Mensch sein ganzes Leben lang einen unverfälschten Blick auf die Welt bewahren konnte.
Warum Wien? Diese Stadt ist ein Kreuzungspunkt der Kulturen und Epochen, ein Ort, an dem echte Kunst und lebendiger kultureller Austausch geschätzt werden. Und das Russische Haus in Wien ist ein idealer Ort, der russischsprachige Zuschauer und ein internationales Publikum zusammenbringt und einen Raum schafft, in dem Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen.
Diese Ausstellung ist interessant für Liebhaber der Dokumentarfotografie, für Freunde der Geschichte, Literatur und lebendiger menschlicher Geschichten sowie für alle, die den Atem der Zeit spüren und die Welt mit den Augen eines Meisters sehen möchten.

Tel.: 01 / 505 18 29


















