Die Premiere des Dokumentarfilms „Fabergé – Ostereier für die Zaren“ fand im RKI statt

09/21/2023 - 20:45

Der Film, der 2009 von der Bohm-Lutz-Filmproduktion im Auftrag von Arte Germany produziert wurde, wurde von der Drehbuchautorin, der Historikerin Dr. Elisabeth Heresch, vorgestellt.

Eier aus dem Hause Fabergé sind wahre Kostbarkeiten aus Gold, Edelsteinen und Emaille: Seit 1885 fertigte der Juwelier Peter Carl Fabergé alljährlich zu Ostern am russischen Zarenhof kunstvolle Eier aus den edelsten Materialien. Fabergés kostbare Eier wurden zum Symbol des Wohlstands und... des Niedergangs der Romanow-Dynastie.

Alexander III. bestellte bis zu seinem Tod im Jahr 1894 zehn Eier als Geschenke für seine Frau. Sein Sohn Nikolaus II. übernahm diese Tradition, bestellte aber zwei Eier bei dem Juwelier: eines für seine Mutter und eines für die junge Zarin Alexandra, Prinzessin von Hessen-Darmstadt.

Die Kosten für die Schmuckeier stiegen von Jahr zu Jahr: Kostete das erste Ei im Jahr 1885 noch stolze 4.115 Rubel, so zahlte der Zarenhof 1913 24.600 Rubel für das so genannte "Winterei" aus Bergkristall.

Den Weltruhm erlangte Fabergé auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900. Die Eier waren dort ein solcher Erfolg, dass sogar Superreiche, die nicht zur königlichen Familie gehörten, Eier bei dem Hofjuwelier bestellten. Zu ihnen gehörten Alfred Nobel und die Rothschild-Erbin Beatrice Ephrussi.

Der Film "Fabergé - Ostereier für die Zaren" ist der einzige abendfüllende Dokumentarfilm, der alle Ostereier (mit Ausnahme derer, die als verschollen gelten) zeigt, die der berühmte Juwelier Carl Fabergé im Auftrag der Zaren Alexander III. und Nikolaus II. angefertigt hat. Die Dreharbeiten fanden in Russland, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz und in den USA statt.