Die sterblichen Überreste eines sowjetischen Soldaten wurden in Österreich umgebettet
Die Zeremonie fand an einem sowjetischen Militärgrab in Herzogenburg statt.
Die Überreste wurden im Dorf Oberndorf in der Ebene, Gemeinde Herzogenburg, Landkreis St. Pölten gefunden. Nach den auf der Ausgrabungsstelle neben dem Skelett gefundenen Objekte zu urteilen, gehören die Überreste einem Soldaten der Roten Armee aus dem Zweiten Weltkrieg Zusammen mit den Überresten wurden die Brustabzeichen „Garde“ und „Fallschirmjäger“ ohne Identifikationsnummer gefunden. Außerdem gibt es kein System für eine primäre Bestattung. All dies erlaubt es uns nicht, den Namen des Verstorbenen zu bestimmen.
An der von österreichischen Seiten organisierten Zeremonie nahmen der russische Botschafter in Österreich Andrej Grosov, russische Landsleute und Vertreter des diplomatischen Korps der Republik Belarus und Kasachstan sowie russische internationale Organisationen, darunter das Russische Kulturinstitut in Wien, teil.
Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des 80. Jahrestags des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg. Heute, am Vorabend des Tages des Unbekannten Soldaten, begleichen wir unsere letzte Schuld an einen Soldaten der Roten Armee, einen Gardisten", sagte Grosov. Der Botschafter sprach den Behörden Niederösterreichs seinen Dank aus "für die gewissenhafte Erfüllung der Verpflichtungen, sowjetische Militärgräber ordnungsgemäß zu erhalten, konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Organisation der heutigen Gedenkfeier."
Laut dem Kriegsgräberregister vom 10. Dezember 1992 sind auf dem Herzogenburger Friedhof 263 Menschen beigesetzt, darunter 259 Soldaten, ein Kriegsgefangener und drei Zivilisten. Davon sind 146 bekannt, 117 unbekannt. Das Forschungszentrum „Memory“ beschäftigt sich mit der Restaurierung der Namen der in Herzogenburg bestatteten Soldaten der Roten Armee. Die Ergebnisse der Arbeit werden auf einer Tagung des Geschichtsklubs am RKI vorgestellt.

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