Gäste aus Stockholm präsentierten in Wien eine Aufführung anlässlich des 200. Jahrestages von Gribojedows Stück „Verstand schafft leiden“
Am 13. September präsentierten die russischsprachigen Jugendlichen aus Stockholm „Seiten des alten Albums“ im Russischen Haus in Wien eine zu Herzen gehende literarisch-poetische Performance „Ninas Salon“. Zum 200. Jahrestag von A.S. Gribojedows Verskomödie „Verstand schafft Leiden“, die heuer gefeiert wird, verkörperten russischsprachige Jugendliche aus Stockholm unter der Leitung der Volkskünstlerin Georgiens Elena Kilosanidse auf der Bühne die tragische Liebesgeschichte des herausragenden Diplomaten und Dichters Alexander Gribojedow und seiner Frau Nina Tschavtschawadze. Aufgeführt werden klassische Werke von Gribojedows Zeitgenossen, die im Salon der Familie Tschawtschawadse in Tiflis vorgetragen wurden: Gedichte von Puschkin, Lermontow, Gribojedow, Barataschwili, Orbeliani, A. Tschawtschawadse und Polonski; die „Gäste“ des Salons spielen Auszüge aus Gribojedows „Verstand schafft Leiden“ und „Georgische Nacht“.
Erinnerungen von Freunden und Kollegen Gribojedows, Briefe seiner Frau und Archivmaterial werden vom Regisseur und den Schauspielern meisterhaft und talentiert in einer berührenden und sehr traurigen Geschichte über das Schicksal und die Liebe eines der schönsten und intelligentesten Paare des 19. Jahrhunderts präsentiert. Nina Tschawtschawadse überlebte ihren Mann, dessen Frau sie nur wenige Monate war, um 28 Jahre. Im Alter von 16 Jahren wurde sie Witwe, legte ihre Trauerkleidung nie ab und heiratete nie wieder. Die Intelligenz, die Bildung, die Hingabe, die Liebe, die Weite und die Reinheit der Seele dieser Frau werden von allen jungen, talentierten Mitwirkenden in dieser Theaterproduktion mit Ehrfurcht und Wärme vermittelt.
Das Repertoire der Truppe, die sich aus in Schweden lebenden russischsprachigen Jugendlichen zusammensetzt und seit 2017 zusammenkommt, umfasst auch Aufführungen über das Silberne Zeitalter der russischen Poesie und das Leben und Werk von Edith Piaf sowie einen historischen Ball mit Salontänzen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Tel.: 01 / 505 18 29















