Gedenkveranstaltungen zum Tag der Erinnerung und Trauer

06/22/2026 - 20:15

Im Russischen Kulturinstitut fanden eine Fotoausstellung des legendären sowjetischen Fotojournalisten Jewgeni Chaldej sowie ein Konzert von Elizaveta Perminova statt.

Jewgeni Chaldej ging als einziger sowjetischer Fotojournalist in die Geschichte ein, der die Ereignisse des Großen Vaterländischen Krieges vom ersten bis zum letzten Tag festhielt. Seine erste Aufnahme „Die Moskauer hören Molotows Meldung über den Kriegsausbruch“ stammt vom 22. Juni 1941, und eine seiner letzten – „Siegesparade auf dem Roten Platz“ – entstand am 24. Juni 1945.

Während der Kriegsjahre arbeitete Chaldej als Kriegsfotokorrespondent für die TASS und erstellte Reportagen von der Front und aus befreiten Städten. Er fotografierte in der Arktis, in Kertsch, Noworossijsk, Rostow am Don, Jalta, Sewastopol und anderen Städten. Zusammen mit den sowjetischen Truppen zog er durch Europa und berichtete über die Befreiung Bulgariens, Rumäniens, Jugoslawiens, Ungarns, Österreichs und Deutschlands; später hielt er die historischen Ereignisse der Potsdamer Konferenz der Siegermächte und des Internationalen Militärgerichtshofs in Nürnberg fest.

Die Ausstellung zeigt sowohl die weltberühmten Meisterwerke des Künstlers als auch weniger bekannte Arbeiten, die einen tieferen Einblick in die tragischen Schicksale der Kriegsjahre, den Heldenmut der sowjetischen Soldaten und die Momente des Großen Sieges gewähren.

Während der Ausstellungseröffnung hatten die Gäste die einmalige Gelegenheit, Videobotschaften der Töchter von Jewgeni Chaldej und Michail Jegorow zu sehen.

Zu Gast des Abends war Elizaveta Perminova – Preisträgerin internationaler Wettbewerbe und Festivals, Teilnehmerin der Fernsehprojekte „Die Stimme. Kinder“ und „Junger Star“, Kulturbotschafterin Russlands beim internationalen IFLC-Festival und Studentin an der Staatlichen Akademischen Universität für Geisteswissenschaften.

Sie sang bekannte Lieder aus den Kriegsjahren und patriotische Werke: „Die Kraniche“, „Wolken am blauen Himmel“, „Wo beginnt die Heimat?“, „Katjuscha“, „Der Mai-Walzer“ und andere. Diese Kompositionen halfen dem Publikum, sich noch einmal an den Mut, die Standhaftigkeit und die Selbstaufopferung der Menschen zu erinnern, die die Kriegsjahre durchlebt hatten.

Einen besonderen Platz im Programm nahmen russische Volkslieder und Werke in udmurtischer Sprache ein. Ihre Darbietung unterstrich die Vielfalt der Kulturen der Völker Russlands und die Bedeutung der Bewahrung nationaler Traditionen.

Für viele Gäste bot dieses Konzert die Gelegenheit, der Gefallenen zu gedenken, den Veteranen Dank auszusprechen und über die Notwendigkeit nachzudenken, das historische Gedächtnis sorgfältig zu bewahren.