Jessenin-Abend im Russischen Kulturinstitut in Wien
Der Abend, der dem Dichter Sergej Jessenin – eine signifikante Figur der russischen Literatur – gewidmet war, fand am 13. Juni im Russischen Kulturinstitut in Wien statt.
Den Gästen wurde die Ausstellung des Staatlichen Jessenin-Freilichtmuseums (Dorf Konstantinowo, Oblast Rjasan) „Mein Land, nachdenklich und zart“ dargeboten. Am Programm stand außerdem Präsentation des Freilichtmuseums des großen Dichters und ein Fragment des Stückes des Wiener Michail Tschechow-Theaterlabors „Jessenin. Die Seele des Poeten“, das auf Russisch und Deutsch vorgetragen wurde.
Die Ausstellung wurde vom Museumsdirektor Borin Joganson und der Leiterin der Ausstellungsabteilung Walerija Ewdokimowa präsentiert. Die Gegenstände aus dem Elternhaus des Dichters in Konstantinowo, Fotografien und zu Lebzeiten herausgegebene Gedichtbände verliehen der Ausstellung ein einmaliges Kolorit. Graphische Werke von W.A. Schestakow, G.D. Nowozhilow und S.L. Uschakow illustrierten Gedichte des Dichters aus verschiedenen Jahren. Moderne Aufnahmen von Konstantinowo ließen die Schönheit von Rjasaner Weiten sehen. Das Freilichtmuseum ist eines der größten wissenschaftlichen musealen Komplexe Russlands. Jährlich kommen etwa 400.000 Besucher, um die Heimat des russischen Lyrikers und bemerkenswerte Gedenk-Gegenstände aus den Depots, die in der Ausstellung dargeboten werden, zu sehen. An diesem Abend waren Vertreter aus wissenschaftlichen und künstlerischen Kreisen anwesend, unter ihnen auch bekannte Russisten, wie der Generalsekretär des Österreichischen Verbandes der Russischlehrer Erich Pointner. Die Besucher würdigten die Ausstellung, denn den Organisatoren gelang es, ein ganzheitliches Bild des Poeten zu zeigen, ohne sich auf neumodische Extreme in der Deutung seines Schicksals einzulassen. Der Abend fand im Rahmen der Reihe „Russische Freilichtmuseen im RKI in Wien“ statt.

Tel.: 01 / 505 18 29


















