Konzert anlässlich der Eröffnung des Tschaikowski-Wettbewerbs im Russischen Kulturinstitut in Wien

06/10/2019 - 11:15

Dieser Tag schien dem österreichischen Publikum alles zu bieten, um sich in der Natur behaglich einzurichten. Aber ungeachtet der 35 Grad Hitze und des Feiertages – am 10. Juni wird in Österreich der Pfingstmontag gefeiert – kamen außerordentlich viele Verehrer der hohen Kunst und Freunde des Russischen Kulturinstitutes in Wien, um das Konzert des Basses Jongmin Park im Rahmen der traditionellen „Musikmontage“ zu erleben.

Jongmin Park ist einer der schillerndsten Bässe der jungen Generation auf der Opernbühne der Welt. Zurzeit ist er Solist der Wiener Staatsoper und tritt außerdem in solchen bedeutenden Theatern, wie „Metropolitan Opera“ in New-York, Royal Opera „Covent Garden“ in London, die Hamburger Oper und in Konzertstätten vom Weltrang auf. Aber den Durchbruch in seiner Weltkarriere verschaffte ihm der Sieg im Jahre 2011 am Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau, wo er den ersten Preis gewonnen hat. Genau aus diesem Grund widmete man den Abend der Reihe „Musikmontage“, der am 10. Juni im Russischen Kulturinstitut in Wien mit Teilnahme Jongmin Parks durchgeführt wurde, dem großen Ereignis der internationalen Musikszene – der in der nächsten Woche bevorstehenden Eröffnung des 16. Tschaikowski-Wettbewerbs, der in Moskau und Petersburg stattfinden wird. Als Co-Organisator des Abends fungierte der langjährige Partner des RKI, die Zeitschrift „Society“. Society Magazin – ist ein Medium, das in Wien in deutscher und englischer Sprache herausgegeben wird und das Leben und Wirken ausländischer Diplomaten in Wien und ihre Wechselbeziehung mit Österreich und dessen Kultur behandelt.
In seiner Begrüßungsrede bemerkte der Direktor des RKI Dmitrij Sokolow, dass der renommierte Internationale Tschaikowski-Wettbewerb nicht nur zum Finden der Talente berufen ist. Hohe Auszeichnungen dienen als „Wegweiser“ für junge Talente. Für Jongmin Park wurde „der Sieg im Tschaikowksi-Wettbewerb zum ersten Blatt in seinem Lorbeerkranz, mit dem er von den Kennern der hohen Kunst nun versehen worden ist“ – sagte der Direktor.
Danach übergab er das Wort dem Herausgeber der Zeitschrift „Society“ Gertrude Tauchhammer, die die Gäste begrüßte. „Wir schätzen unsere langjährige Zusammenarbeit mit dem Russischen Kulturinstitut, als deren Bekräftigung der heutige Star-Abend dient“, sagte Frau Tauchhammer.
Der Moderator des Abends, der Musikkritiker und Mitarbeiter des RKI Andrej Zolotow bemerkte, dass das Konzertprogramm diesem kulturellen Ereignis und der Musikszene Wiens im Allgemeinen nicht besser entsprechen könnte. Am Anfang des Abends erklang ein Lied Beethovens, das zu den Gedichten eines in Wien lebenden italienischen Dichters komponiert wurde und ein Lied von Brahms, der unweit lebte und dessen Namen der Platz, wo sich das RKI befindet, trägt. Danach kam es zur berühmten Arie des Königs Filipp aus der Oper Giuseppe Verdis „Don Carlos“. Danach wurden zwei russische Romanzen –von P.I. Tschaikowski und S.W. Rachmaninow gesungen. Am Abschluss des Abends erklangen zwei koreanische Lieder – „Erste Liebe“ des Komponisten Soon-Ae Kim (1920 – 2007) und „Weil es dich gibt“ des zeitgenössischen Komponisten Hyo-Gun Kim. Nach dem stürmischen Applaus erklangen noch zwei Lieder als Zugabe. Am Klavier begleitete den Sänger virtuos die Professorin der Universität der Musik und darstellender Kunst Joel Buffa. Die Zuhörer, unter denen sich der Botschafter der Russischen Föderation in Österreich Dmitrij Ljubinskij sowie Botschafter einer Reihe von Staaten in Österreich, der ehemalige Botschafter Österreichs in Russland Martin Wukowitsch und hochrangige Vertreter diplomatischer Kreise, der Geschäfts- und Kultursphären diverser Länder befanden, bedankten sich herzlich sowohl bei den Musikern als auch bei den Organisatoren für den eindrucksreichen Abend. Das RKI beabsichtigt auch weiterhin hochkarätige Musiker von Weltrang oder diejenigen, die ganz knapp davor stehen zu den „Musikmontagen“ einzuladen.
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