Musikmontag am RKI. Elena Pankratowa

04/01/2019 - 18:30

Am traditionellen „Musikmontag“ im Russischen Kulturinstitut fand diesmal der künstlerische Abend mit der weltweit anerkannten dramatischen Sopranistin Elena Pankratowa statt. Es erklang ein seltenes Programm: drei Lieder von Richard Strauß und ein Zyklus Modest Mussorgskijs zu Gedichten von Arsenij Golenistschew-Kutusow „Lieder und Tänze des Todes“. Bei der Eröffnung des Abends bemerkte der Direktor des RKI Dmitrij Sokolow, dass dies ein ungewöhnliches Programm für den 1. April ist – nämlich tiefsinnige, komplexe Werke über Leben und Tod, über die Liebe und die Vergänglichkeit des Seins. Der Moderator des Abends Andrej Zolotow erzählte über die glanzvolle Karriere von Elena Pankratowa und stellte die an diesem Abend aufgeführten Stücke dar: den selten erlebten Zyklus des russischen Genies Mussorgskij, der die europäische Musik stark beeinflusst hat sowie die Werke des herausragenden deutschen Komponisten, dessen Leben und Werk eng mit Wien verbunden waren.
Nach langem Applaus am Ende des Abends erzählte Elena Pankratowa dem Publikum, das den Musiksalon des Russischen Kulturinstitut überfüllte, wie 2010 die Partie der Färberfrau aus der Oper „Frau ohne Schatten“ unter der Leitung von Zubin Mehta für ihre Karriere bahnbrechend war. Ab dann begannen die Auftritte auf den führenden Bühnen der Welt, wie in La Scala, Metropolitan Opera und an der Wiener Staatsoper. Danach zählte zu ihrer Lieblingspartien die Elektra in der gleichnamigen Oper von Richard Strauß. 2016 wurde Pankratowa die erste russische Sängerin, die in Bayreuth in der ganzen Geschichte des berühmten Wagner-Festivals, gesungen hat.
Die Zuhörer bedankten sich herzlich beim Pianisten Maris Skuja, dem Oberkonzertmeister der Grazer Oper, der der Ko-Autor dieses Programms wurde.