Vortrag „Russische Spuren in Wien“ im Russischen Kulturinstitut in Wien
Frau Dr. phil. Elisabeth Heresch ist den Besuchern des Russischen Kulturinstituts in Wien als Übersetzerin und Moderatorin der Musikmontage gut bekannt. Am Abend dem 11. Februar las sie im RKI einen Vortrag darüber, wie sich in Wien historische Beziehungen zwischen Russland und Österreich verfolgen lassen. Dabei umfassen diese Beziehungen ganz verschiedene Bereiche: Kultur, Bildung, Wissenschaft, Politik.
Es ging auch darum, wie der Zar Peter der Erste 1698 mit der Großen Botschaft nach Wien gekommen ist, als sein erstes Treffen mit dem Kaiser Leopold dem Ersten im Schloss Villa Favorita in der Wiener Umgebung stattfand. Dieses etwas umgebaute Schloss befindet sich heute neben dem Gebäude des RKI. Es ging auch um die Wien-Aufenthalte Tschechows und Tschaikowskis und etwas später – die von Trotzki und Stalin. Etwas näher an unsere Zeit wurde diese Stadt für Rudolf Nurijew, Anna Netrebko und andere berühmte Künstler ein Zuhause.
Ausgebildete Slawistin, arbeitete Elisabeth Heresch als Journalistin in Washington und Paris, sie war auch Mitarbeiterin der UNESCO, in der jüngsten Zeit ist sie als Publizistin und Übersetzerin tätig, dabei greift sie auf ihre Kenntnisse des Russischen, Französischen und Englischen zurück.
Sie übersetzte 12 Bücher und Theaterstücke aus dem Russischen und Französischen, sie ist Autorin von 14 Büchern und Fernsehfilme über Kultur und Geschichte Russlands. Elisabeth Heresch stellte ein Audio- und Videoarchiv ihrer Interviews mit den Zeugen der Ereignisse von 1917 in Russland zusammen.
Alle ihre Bücher und wissenschaftliche Publikationen zeichnen sich durch Verwendung eines breiten Quellenkreises aus.
Der Vortrag der Frau Heresch zog die Aufmerksamkeit eines breiten Publikums an sich – unter den Anwesenden befanden sich Vertreter wissenschaftlicher Kreise, Kulturschaffende und Landsleute. Er war auch im Kontext des in Gang kommenden Themenjahres des Theaters und der Literatur Russland-Österreich spannend.
Die Zuhörer dankten der Vortragenden herzlich für ihre interessanten Erzählungen.

Tel.: 01 / 505 18 29


















