Vortrag über das Verständnis orthodoxer Ikonen im Russischen Kulturinstitut in Wien
Am 3. Juni fand im Russischen Kulturinstitut Wien der Vortrag des Mönchspriesters der Wiener Hl. Nikolaus-Kathedrale „Ikone – das Fenster zur Ewigkeit. Einführung in das orthodoxe Verständnis der heiligen Bilder" statt.
Das Vortragsthema der Reihe "Russische Impressionen. Literatur, Poesie, Kunst und Kultur in Vorträgen und Gesprächen“ wurde nicht zufällig gewählt. Ikonen als nicht wegzudenkender Teil der orthodoxen Tradition und als Zeugnis des immensen Potenzials des russischen Volkes ist für das österreichische Publikum seit langem ein Gegenstand des Interesses, das aus dem Bestreben diese Werke des menschlichen Geistes zu verstehen, stammt. Die Erfahrung der Mitarbeiter der russischen orthodoxen Kirche ist für Erforschung und Verständnis von russischen Traditionen der christlichen Kunst besonders wichtig. Der Mönchspriester Ioann (Krammer), ein gebürtiger Österreicher, nahm den orthodoxen Glauben an und vereinbarte viele Jahre lang den Dienst in der Kirche mit dem Religionsunterricht. Er ist Doktor der Theologie (1978) und Doktor für slawische Philologie (1983). Vater Ioann behandelte ausführlich sowohl die Entstehungsgeschichte von Ikonen, als auch die untrennbare Verbindung der Ikone mit dem Neuen Testament und dem orthodoxen Glauben. Es wurden die Themen der Theologie der Ikone, der Technik der sakralen Malerei und des Begreifens der Heiligenbilder ebenfalls berührt. Der Vortrag wurde in deutscher Sprache abgehalten. Im Publikum befanden sich diverse Vertreter der österreichischen Gesellschaft, unter anderem Persönlichkeiten des religiösen und öffentlichen Lebens sowie Wissenschaftler, Kunsthistoriker und Journalisten. Alle Anwesenden vereinte das Bestreben, Teil des Geistigen und des Schönen zu werden und das Bedürfnis, durch das Erfassen des tiefen Sinnes der russischen Ikonenmalerei wenn nicht endgültige Antworten auf existenzielle Fragen des Lebens zu bekommen, so doch zumindest Hauptvektoren auf dem Weg zur eigenen Vervollkommnung zu entdecken.
Der Moderator des Abends war Wolfgang Wasicek - Vorsitzender der Gesellschaft für Kulturprojekte „Consideratio“ (Wien).

Tel.: 01 / 505 18 29


















