Konzert „Tschaikowski und Brahms: Musik, geboren an einem Tag“
Aufgrund einer Erkrankung des Künstlers wird das für den 20. Mai geplante Konzert verschoben. Der neue Termin wird zu einem späteren Zeitpunkt auf der Website bekannt gegeben. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.
Die Musikwelt feierte einen erstaunlichen Zufall: Am 7. Mai wurden zwei große Komponisten des 19. Jahrhunderts geboren – Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Johannes Brahms. Ihre Lebenswege, ihre Ästhetik und ihre musikalische Sprache waren unterschiedlich, doch beide wurden zur Stimme ihrer Zeit und prägten die Geschichte der klassischen Musik nachhaltig.
Auf dem Programm des Konzerts stehen Werke, in denen sich zwei Seiten der Romantik offenbaren: die leidenschaftliche Emotionalität und die feinsinnige Lyrik Tschaikowskys, die philosophische Tiefe und die vollendete Form von Brahms. Es ist ein musikalischer Dialog zweier Zeitgenossen, zweier Genies, von denen jeder auf seine Weise von Liebe, Schicksal, Schönheit und menschlichen Erfahrungen sprach.
Dieser Abend bietet den Zuhörern die Gelegenheit zu erfahren, wie vielfältig romantische Musik klingen kann – von dramatischen Höhenflügen bis hin zu kammermusikalischer Inbrunst, von russischer Herzlichkeit bis hin zur deutschen intellektuellen Tradition.
Wir laden Sie ein, diesen Abend in der Atmosphäre großartiger Musik zu verbringen, die an einem einzigen Tag entstanden ist.
Margarita Gritskova – russische Opernsängerin (Mezzosopran). Sie wurde in Sankt Petersburg geboren, studierte dort Klavier und Gesang und schloss 2010 ihr Studium am Sankt Petersburger Konservatorium bei Irina Bogatschowa ab. Bereits während ihres Studiums sang sie die Rolle der Carmen, was einen wichtigen Meilenstein in ihrer Entwicklung darstellte.
Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe, darunter des Pavarotti-Wettbewerbs in Modena (2008) und eines Wettbewerbs in Spanien (2009). Nach ihrem Abschluss am Konservatorium wurde sie an das Theater in Weimar eingeladen, wo sie ein breites Repertoire sang (Cavalli, Händel, Mozart, Bizet u. a.). 2011 gab sie ihr Debüt in Nordamerika (Opéra de Québec, Rolle der Olga in „Eugen Onegin“).
Seit 2012 ist sie Solistin an der Wiener Staatsoper, wo sie Schlüsselrollen sang: Cherubino, Idamante, Sesto, Dorabella, Rosina, Cinderella, Isabella, Olga u. a. Von besonderer Bedeutung waren Premieren und zeitgenössische Inszenierungen, darunter „Die drei Schwestern“ von P. Etvös. 2014 wurde sie nach ihrem Auftritt beim Wiener Opernball einem breiten Publikum bekannt.
Sie trat bei großen Festivals (Salzburg, Rossini-Festival in Pesaro, Schleswig-Holstein u. a.) und auf den führenden Bühnen der Welt auf, darunter an der Bayerischen Staatsoper und der Hamburgischen Staatsoper, am Bolschoi-Theater, in Zürich, Oslo u. a. 2018 wurde sie in Valencia zur besten Mezzosopranistin der Saison gekürt.
Sie arbeitete mit José Carreras zusammen und trat in London (Covent Garden) und New York (Carnegie Hall) auf. Sie widmet sich aktiv der Kammermusik, tritt mit Soloprogrammen auf und nimmt CDs auf (darunter Werke von Tschaikowski, Rimski-Korsakow, Rachmaninow, Prokofjew und Schostakowitsch für Naxos).
In den letzten Jahren hat sie ihr Repertoire erweitert: Sie debütierte in den Rollen der Orlovskij, Eboli, Amneris, Rosina, Adalgisa, Preziosilla, Waltraut u. a. und trat in Melbourne, Neapel und bei Festivals in Europa auf. Außerdem spielte sie in einem Kinofilm mit („The Last Peak“).
Boris Bloch – ein herausragender Pianist und Dirigent, geboren am 12. Februar 1951 in Odessa. Sein künstlerischer Werdegang ist ein Beispiel für die gelungene Verbindung der Traditionen der russischen Klavierschule mit einer internationalen Konzertkarriere.
Der angehende Musiker erhielt seinen ersten Musikunterricht in Odessa und besuchte die berühmte P. S. Stolyarsky-Schule, die für die Ausbildung vieler talentierter Interpreten bekannt ist. Später setzte er seine Ausbildung am Moskauer Konservatorium fort, wo er unter der Leitung herausragender Pädagogen studierte, die ihn zu einem reifen Interpreten klassischer Musik formten.
In den 1970er Jahren begann Boris Bloch, aktiv an internationalen Wettbewerben teilzunehmen, und erlangte schnell Anerkennung in der Fachwelt. Ein wichtiger Meilenstein in seiner Karriere war der Sieg beim Internationalen Ferruccio-Busoni-Klavierwettbewerb 1978 in Italien, der ihm den Weg auf die Weltbühne ebnete.
Seit Mitte der 1970er Jahre trat er in den USA auf und zog später nach Europa. Seit 1985 lebt und arbeitet der Musiker in Deutschland, wo er eine Professur für Klavier an der Folkwang Universität der Künste in Essen innehat. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit konzertiert er regelmäßig und ist als Dirigent tätig.
Im Repertoire von Bloch nehmen Werke von Komponisten der Romantik einen zentralen Platz ein. Besondere Aufmerksamkeit widmet er den Werken von Ferenc Liszt, Sergej Rachmaninow, Modest Mussorgski, Frédéric Chopin und Ludwig van Beethoven. Seine Interpretationen zeichnen sich durch eine Kombination aus virtuoser Technik, klarer musikalischer Form und dramatischer Ausdruckskraft aus.
Boris Bloch ist auch als aktiver Pädagoge bekannt, der Meisterkurse in verschiedenen Ländern der Welt gibt und eine neue Generation von Pianisten herangezogen hat. Seine Konzertaufnahmen und Auftritte wurden von Kritikern für ihre intellektuelle Tiefe und künstlerische Integrität hoch gelobt.
Heute ist Boris Bloch nach wie vor eine der herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Klavierschule, die die Traditionen der Vergangenheit mit der modernen Interpretationskunst verbindet.
Anmeldung: office@russischeskulturinstitut.at


Tel.: 01 / 505 18 29
















