Abend zum 220. Geburtstag von Mikhail Glinka im RKI

10/22/2024 - 21:45

Am 22. Oktober eröffnete das Russische Kulturinstitut in Wien die Ausstellung des Museums für Musik „Michail Glinka. Musikalische Reisen“. Im Jahr 2024 wird der 220. Geburtstag des herausragenden russischen Komponisten Michail Iwanowitsch Glinka, des Begründers der russischen Nationaloper und der klassischen Musik, in Russland und anderen Ländern groß gefeiert.

Die Ausstellung wurde von M.A. Bryzgalov, dem Direktor des Russischen Nationalen Musikmuseums, eröffnet, der über interessante Fakten aus dem Leben und Werk des Komponisten berichtete und verschiedene Exponate aus dem 19. und 20. Jahrhundert zeigte, darunter Musikbücher, Programme und Archivfotos. Dank der Artefakte konnten die Ausstellungsbesucher in die Atmosphäre der Zeit eintauchen, als die erste russische Oper „Leben für den Zaren“ uraufgeführt wurde. Die Exposition mit Glinkas Manuskripten, Lithographien von Porträts des Komponisten, seiner Freunde und Kollegen, Skizzen von Bühnenbildern und Kostümen, Bildern von Städten, die der Musiker besuchte, erzählte von interessanten biographischen Fakten und anschaulichen Episoden aus Glinkas Leben und Schaffensweg, die mit Reisen verbunden waren. Die Ergebnisse seiner Auslandsreisen waren musikalische Kompositionen aller Gattungen - Romanzen, Klavierstücke und symphonische Werke. In der multimedialen Abteilung konnten Originalaufführungen von Fragmenten aus Opern, Romanzen und Instrumentalwerken von Michail Iwanowitsch gehört werden.

Die Ausstellung umfasst vier Abschnitte: „Musikalischer Salon“ (der Werdegang des dilettierenden Komponisten und die Erfahrung des Salonmusizierens), „Reales und Erfundenes“ (historische und epische Themen in Glinkas Opern), „Eigenes und Fremdes“ (der Zusammenprall nationaler Kulturen in den Werken des Komponisten) und „Russischer Geist“ (das Bild, die Schönheit und die Traditionen des russischen Volkes). Alle Abschnitte erzählen vom Leben des herausragenden Musikers, von seinen Kompositionen und Innovationen sowie von seiner Suche nach der russischen Nationalidee.

Das Staatliche Museum für Theater- und Musikkunst in St. Petersburg beteiligte sich an der Gestaltung der Ausstellung, indem es Skizzen von Bühnenbildern und Kostümen für Glinkas Opern aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte.

Anschließend begrüßte der russische Botschafter in Österreich, D.E. Ljubinsky, die Gäste der Ausstellung herzlich. Er stellte fest, dass „das Interesse an unserer Kultur und Kunst nach wie vor enorm ist. Die Werke russischer Komponisten, zu denen natürlich auch Glinka gehört, sind aus den Repertoires der führenden Konzerthäuser der Welt und den Programmen der Opernfestivals nicht wegzudenken und gehören zu Recht zum Weltschatz der musikalischen Meisterwerke“. Er dankte dem Russischen Nationalmuseum für Musik und dem Staatlichen Museum für Theater- und Musikkunst in St. Petersburg für die Möglichkeit, diese wunderbare Ausstellung in Österreich zu zeigen.

Im musikalischen Salon konnte das Publikum Romanzen und Opernarien genießen - eine breite Palette von Michail Glinkas kreativem Erbe wurde von der Sängerin Tehmineh Sheffer und der Pianistin Elena Uprjamova präsentiert. Tehmineh Sheffer - armenische Sängerin, Gewinnerin zahlreicher Auszeichnungen Tehmineh Sheffer ist eine der herausragenden Sängerinnen ihrer Generation, deren Repertoire sowohl Opern als auch Konzertwerke umfasst.