Die Ausstellung "Theater an der Front: Ufer der Hoffnung" wurde in Wien eröffnet

06/02/2025 - 20:00

Sie wurde vom Bachruschin-Museum vorbereitet. Die Ausstellung erzählt davon, wie die Kunst in den schwierigsten Zeiten ihre Aufgabe erfüllt, die Menschen zu inspirieren und zu unterstützen. Die Hauptfiguren der Ausstellung sind sowjetische Künstler, deren Schaffen ein integraler Bestandteil der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges wurde.

"In diesem für unser Land bedeutsamen Jahr, dem 80. Jahrestag des Großen Sieges, präsentiert das Bachruschin-Theatermuseum einen groß angelegten Ausstellungszyklus, der der Leistung sowjetischer Künstler gewidmet ist, deren Schaffen zu einem integralen Bestandteil der Geschichte der Front wurde. Die Ausstellung "Theater an der Front: das Ufer der Hoffnung" war in Astana, Brüssel und Luxemburg ein großer Erfolg", so Christina Trubinova, Generaldirektorin des Bachruschin Theater Museums. Historische Fotografien, in den Archiven aufbewahrte Plakate, Entwürfe für Bühnenbilder und Kostüme sowie Tagebücher erzählen von den Aufführungen an der Front, in den Krankenhäusern und im Hinterland. Darunter befinden sich Materialien zu den Stücken "Die Front", "Die Soldaten von Stalingrad", "Fürst Igor" und "Iwan Susanin" sowie zu den Produktionen der Theater für junge Zuschauer - "Die schöne Aljonka", "Der Kristallpantoffel" und andere. Die Ausstellung zeigt auch eine Reihe von grafischen Werken von Wassili Kowrigin, die das Theaterleben an der Front darstellen: Konzert für Soldaten (1944), Auftritt an der Front (1943), Porträt eines Soldaten im Lazarett (1942) und ein Selbstporträt (1944).

Die Besucher können Archivfotos von Aufführungen von Frontkünstlern aus verschiedenen Städten des Landes sehen. Die Evakuierung von Theatern im ganzen Land, von der Wolga-Region über den Ural bis in den Fernen Osten, ermöglichte es, das Theatererbe zu bewahren. Die Künstler arbeiteten in Krankenhäusern, unterstützten verwundete Soldaten und sammelten Spenden für die Front. Ergänzt wird die Ausstellung durch Fotografien, die das Wien nach der Befreiung zeigen.  Bei der Eröffnung der Ausstellung wurden Rachmaninoffs Präludien von dem Virtuosen Lev Dawydov (Wien), einem Preisträger internationaler Wettbewerbe, aufgeführt. Gast der Eröffnungszeremonie war Inna Moskvina, Konzertmeisterin des Satiretheaters, die diesem berühmten Theater mehr als 60 Jahre gewidmet hat. Auch ihre Mutter spielte bei den Frontbrigaden. "Meine Mutter erzählte mir immer, wie diese Jungen ohne Arme und Beine, die so hart auf die Proben gestellt wurden, so glücklich waren, wenn die Schauspieler kamen! Ich denke, der Beruf des Künstlers ist ein wunderbarer Beruf. Ein Hoch auf diejenigen, die unseren Soldaten Freude bereitet haben", sagte Inna Moskvina. Die Ausstellung "Theater an der Front: Ufer der Hoffnung" wird vom 2. bis 30. Juni 2025 im Russischen Haus in Wien zu sehen sein.