Ein Abend zum Gedenken an Musa Jalil fand in Wien statt
Am 30. Oktober veranstaltete das Russische Kulturinstitut einen Abend zum Gedenken an den tatarischen Dichter Musa Jalil: Vor 80 Jahren, am 25. August 1944, starben elf antifaschistische Helden, darunter Musa Jalil, im Gefängnis Pletzensee (Deutschland).
Der Abend wurde mit der Vorführung des Films „Zur Unsterblichkeit verurteilt“ eröffnet. Es handelt sich um eine Geschichte über das Leben und die Arbeit von Musa Jalil. Der Film erzählt von den wie durch ein Wunder erhaltenen Notizbüchern mit Gedichten, die nach dem Tod des Dichters in dessen Heimat zurückkehrten. Die „Moabiter Notizbücher“ wurden von dem Dichter im faschistischen Gefängnis geschrieben. Für sie wurde Jalil 1957 posthum mit dem Lenin-Preis für Literatur und Kunst ausgezeichnet. Das Buch „Moabiter Notizbücher“, das in diesem Jahr anlässlich des Todestages des Dichters veröffentlicht wurde, wurde in russischer, tatarischer, deutscher und englischer Sprache neu aufgelegt. Die Familie von Musa Jalil schenkte dieses einzigartige Buch in vier Sprachen dem Russischen Haus in Wien. Die Leserinnen und Leser der Bibliothek können es kennenlernen.
Musa Jalil war ein großer Liebhaber der klassischen Musik, beherrschte mehrere Musikinstrumente und war der Organisator des tatarischen Opernstudios, das sich später zum tatarischen Opernhaus entwickelte. Heute trägt es den Namen von Musa Jalil.
Tatjana Malyscheva-Jalil, die Enkelin des Dichters und verdiente Künstlerin der Republik Tatarstan, hielt eine Eröffnungsrede.
Der Konzertteil des Programms wurde von jungen, talentierten Interpreten bestritten - einer Schülerin der Zentralen Musikschule der Tschaikowsky-Akademie der Darstellenden Künste, einer Preisträgerin internationaler Wettbewerbe, einer Stipendiatin des Spivakov-Wohltätigkeitsfonds und einer Stipendiatin der Fondation „Neue Namen“ und der kunstfördernder Fondation „Art Line“. Die Urenkelin der Dichterin Elizaveta Malysheva-Jalil (Violine) und Lev Kononov (Bass), Studentin der klassischen Gesangsfakultät der Wiener Friedrich-Gulda-Musikhochschule, Klasse von Professor Danilo Rigoza. Den Klavierpart übernahmen Tatiana Malyscheva-Jalil und der japanische Pianist Kei Endo. Auf dem Programm standen Gedichte des Dichters sowie Werke von M. I. Glinka, N. A. Rimsky-Korsakow und W. A. Mozart. К. Saint-Saëns, V. Bellini, M. Chairullina.

Tel.: 01 / 505 18 29















