Lesung „Aus erster Hand“: A. M. Mikheenkov „85 Tage im Todesblock“

05/19/2025 - 21:30
Der Historische Club des Russischen Hauses in Wien setzt in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum  „Memory“ (Erinnerung) die traditionellen Lesungen „Aus erster Hand“ fort.
 
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen wurde den Gästen gestern das Buch des Leutnants Alexander Michenko vorgestellt, der aus dem Todesblock fliehen konnte.
 
Der aus dem Bezirk Roslavl in der Region Smolensk stammende Mann geriet zu Beginn des Krieges in Gefangenschaft, durchlief mehrere Lager und Gefängnisse, unternahm mehrere Fluchtversuche und nahm dann unter unglaublichen Anstrengungen an einem Aufstand von etwa 500 Häftlingen des Blocks 20 des Konzentrationslagers Mauthausen teil und überlebte.
 
Anfang Mai nahm Valery Mikheenkov, ein Familienmitglied von Alexander Mikheenkov, erstmals an den Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag der Befreiung von Mauthausen teil.
 
Die Lektüre des Buches seines Onkels „85 Tage im Todesblock“, das in der UdSSR in kleiner Auflage erschien, leistete einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der Erinnerung an die Teilnehmer der Flucht.
Das Buch „85 Tage im Todesblock“ enthält keine Erfindungen. Dem Leser fällt es schwer, sich vorzustellen, was in Wirklichkeit geschehen sein könnte.
Die Lesereihe „Aus erster Hand“ findet seit Februar dieses Jahres einmal im Monat im Lesesaal der Bibliothek des Russischen Kulturzentrums statt.
 Das Forschungszentrum „Memory“ präsentiert im Rahmen des Geschichtsclubs des RKIs Bücher mit Erinnerungen von KZ-Häftlingen und Befreiern Österreichs, die in verschiedenen Jahren in russischer und anderen Sprachen veröffentlicht und mit künstlicher Intelligenz ins Russische übersetzt wurden.