Lesungen „Aus erster Hand“: G.M. Savenok „Wiener Treffen“
Der Historische Club des Russischen Hauses in Wien setzt in Zusammenarbeit mit dem FZ Memory die traditionellen Lesungen „Aus erster Hand“ fort. Am Vorabend des 80. Jahrestages der Befreiung Wiens wurde den Gästen das Buch „Wiener Begegnungen“ von Reserveoberst Grigorij Savenok vorgestellt.
Der Autor des Buches - Reserveoberst Grigorij Savenok - war in der Nachkriegszeit mehrere Jahre in der sowjetischen Militärkommandantur in Wien tätig. Im Vorwort heißt es, die Publikation sei „eine historisch und dokumentarisch spannende Geschichte über die vielfältige Arbeit der sowjetischen Kommandantur in der österreichischen Hauptstadt, über die Schicksale und Gedanken von Sowjetmenschen, die im Ausland in ihrem Heimatland ehrenvoll öffentliche Dienste leisten“.
Das Buch wurde 1961 im Verlag „Voenizdat“ in der Reihe „Kriegsmemoiren“ veröffentlicht. Die Auflage des Buches beträgt 65.000 Exemplare.
Die Dienstzeit des Autors des Buches fiel in die wichtigste Periode der sowjetisch-österreichischen Nachkriegsgeschichte. In dieser Zeit wurde der Staatsvertrag ausgearbeitet, die sowjetische Militäradministration stellte die Beziehungen zwischen dem befreiten Österreich und der UdSSR wieder her, sowjetische Kriegsgräber wurden angelegt, aber es war auch eine Zeit schwerer Spionageskandale und Probleme im Zusammenhang mit der Verschlechterung der Beziehungen zu den Alliierten.
Die nächste Lesung findet am 19. Mai statt und ist dem Buch „85 Tage im Todesblock“ gewidmet. Der Autor ist Alexander Michejenkov, einer der wenigen Häftlinge, die die Flucht aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 2. Februar 1945 überlebten. Das Treffen findet anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen statt.

Tel.: 01 / 505 18 29















