In Mauthausen wurde dem Andenken an D. M. Karbyschew gedacht
Die Gedenkfeier zum 81. Jahrestag des Todes von Generalleutnant der Roten Armee Dmitri Michailowitsch Karbyschew, die in der Gedenkstätte Mauthausen stattfand, wurde traditionsgemäß vom Verband ehemaliger KZ-Häftlinge/VdA Oberösterreich organisiert.
Generalleutnant der Roten Armee Dmitri Michailowitsch Karbyschew wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar 1945 im Alter von 65 Jahren zusammen mit einer Gruppe von Häftlingen im Konzentrationslager Mauthausen brutal ermordet.
Der Vorsitzende der Landesgruppe Oberösterreich der Vereinigung der Konzentrationslageropfer (VdA) begrüßte bei einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung Vertreter des Russischen Generalkonsulats in Salzburg, der Botschaft der Republik Belarus, Lehrer und Schüler der D.M.-Karbyschew-Schule bei der Botschaft der Russischen Föderation sowie Vertreter des Forschungszentrums „Memory“.
Die Teilnehmer der Zeremonie legten Kränze und Blumen am Denkmal des Generals nieder, gingen dann durch das Lagertor zur Gedenktafel für D. M. Karbyschew an der Klagemauer und setzten dort die Zeremonie fort.
Eine weitere Gedenkfeier fand an der Gedenktafel des Vereins ehemaliger KZ-Häftlinge/ VdA Oberösterreich, die den 42 österreichischen Widerstandskämpfern gewidmet ist, die in der Nacht vom 28. auf den 29. April 1945 auf direkten Befehl in der Gaskammer ermordet wurden, von denen 33 Mitglieder der Wels-Gruppe waren.
Blumen wurden auch an der Gedenktafel der Republik Belarus niedergelegt, die direkt neben der Gedenktafel für die 42 österreichischen Widerstandskämpfer angebracht ist.
Dmitri Karbyschew wurde 1880 in Omsk geboren und absolvierte unter anderem die Militäringenieursschule. Er entwickelte sich zu einem herausragenden Experten auf dem Gebiet des Festungsbaus und kämpfte im Russisch-Japanischen Krieg sowie im Ersten Weltkrieg. Karbyschew kämpfte auf der Seite der Oktoberrevolution und stellte sein Wissen in den Dienst der Roten Armee. Unter dem Kommando von Frunse beendete er den tobenden Bürgerkrieg und vertrieb die ausländischen Interventionstruppen. Nach dem Ende des Bürgerkriegs und der ausländischen Intervention lehrte er unter anderem an der Frunze-Militärakademie und wurde mit hohen Auszeichnungen geehrt.
Zu Beginn des Großen Vaterländischen Krieges wurde Generalleutnant Karbyschew schwer verwundet und geriet in Gefangenschaft. Die Faschisten schätzten Karbyschews Fähigkeiten sehr und versuchten, ihn zur Zusammenarbeit zu bewegen. Doch ihre Bemühungen blieben erfolglos. Sein Leiden endete nach fast vier Jahren, nachdem er in den Lagern Flossenbürg, Majdanek, Auschwitz, Sachsenhausen und im Konzentrationslager Mauthausen inhaftiert gewesen war vor 80 Jahren, in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar 1945. Einige Monate vor dem Sieg über den deutschen Faschismus wurde Generalleutnant Karbyschew brutal ermordet.

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