A. Nitsberg: „Kunst soll zur Vereinigung beitragen“

10/08/2025 - 21:00

Am 8. Oktober fand im Russischen Kulturinstitut ein künstlerischer Abend mit dem bekannten Dichter und Übersetzer Alexander Nitzberg unter dem Titel „Der Geruch von Benzin und Flieder … Russische Poesie des Silbernen Zeitalters“ statt.

Der Dichter, Übersetzer und Preisträger renommierter Literaturpreise, darunter „Chitai Rossiju“ (Lies Russland) und des Staatspreises Österreichs, Alexander Nitzberg ist überzeugt: Gerade die Kunst kann und muss Menschen vereinen, insbesondere in schwierigen Zeiten.

„Kunst muss zur Vereinigung beitragen, denn sie basiert nicht auf politischen Parolen, sondern auf einer schöpferischen Grundlage, die immer universell ist“, erklärte er in einem Kommentar gegenüber TASS.

Nitzberg betonte, dass Künstler nicht Teil eines Konflikts werden sollten, da dies die „Ganzheitlichkeit“ zerstöre – die Fähigkeit zur universellen Einheit, über die Maximilian Woloschin schrieb.

Nach Ansicht des Literaten hängt die westliche Intelligenz in vielerlei Hinsicht von staatlichen Zuschüssen und der politischen Agenda ab, weshalb ihre Vertreter oft unter Druck geraten, wenn sie unpopuläre Meinungen äußern. Dennoch sympathisieren viele westliche Kulturschaffende mit Russland, da sie in diesem Land einen Bewahrer authentischer kultureller Traditionen und spiritueller Werte sehen.

„Russland muss zeigen, dass es offen für den Dialog ist“, betonte Nitzberg. „Je mehr Menschen und Organisationen diesen Prozess unterstützen, desto stärker wird die verbindende Wirkung der Kunst sein.“

Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch einen Auftritt der Preisträgerin internationaler Wettbewerbe Larissa Bunakowa (Klavier).