Sowjetische Kriegsgräberstätte in Marchegg nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet
Die feierliche Zeremonie fand am Tag des Unbekannten Soldaten unter Teilnahme von Landsleuten, Vertretern der russischen Auslandsstiftungen in Österreich, Vertretern der österreichischen Gedenkorganisation „Schwarzes Kreuz“ und des Österreichischen Krieger- und Veteranenbundes statt.
„Dies ist eines der vorbildlichen Beispiele dafür, dass die Arbeit zur Bewahrung des Andenkens an die Soldaten der Roten Armee zu praktischen Ergebnissen führt, und, was sehr wichtig ist, in enger Zusammenarbeit mit der österreichischen Seite, die durch konkrete Taten zur Wiederherstellung eines würdigen Erscheinungsbildes auf diesem Gemeindefriedhof beigetragen hat. Wir freuen uns sehr, dass diese Arbeiten in diesem Jahr, am Vorabend des Jubiläumsjahres - dem Jahr des 80. Jahrestages des Sieges über den Faschismus - abgeschlossen werden konnten“, sagte der russische Botschafter in Österreich, Dmitry Ljubinskij.
Sowjetische Soldaten wurden zwischen 1945 und 1946 an mehreren Stellen in der Gemeinde Marсhegg begraben. In den 1970er Jahren wurden die sterblichen Überreste der sowjetischen Soldaten größtenteils auf den Gemeindefriedhof umgebettet, wo heute mindestens 20 Rotarmisten begraben sind. Die meisten von ihnen sind als Unbekannte bestattet.
Bei der Umbettung wurden künstliche Steindenkmäler und Metallepitaphien auf die Gräber gesetzt, die im Laufe der Zeit verfallen sind. In den vergangenen Jahren wurden die Gräber mehrfach restauriert, und 2024 wurde von österreichischer Seite zum ersten Mal eine größere Instandsetzung durchgeführt: Alle Grabsteine und Denkmäler wurden ersetzt. Die Namen der Verstorbenen auf den Grabsteinen konnten nur teilweise wiederhergestellt werden, da sie ursprünglich ohne vorherige Gravur angebracht wurden.
Nach Abschluss der Recherchen, die das Forschungszentrum „Memory“ in enger Zusammenarbeit mit der österreichischen Gemeinde und den Staatsarchiven sowie russischen Archiven durchführt, wird auf der Grabstätte eine Gedenktafel mit den Namen der Toten angebracht, die nicht auf den Grabsteinen verzeichnet sind und in den Nachkriegsjahren nach Marсhegg umgebettet wurden.
In Österreich gibt es mehr als dreihundert Gräber von Sowjetbürgern und Gedenkstätten, die mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Verbindung stehen. Gemäß Artikel 19 des Staatsvertrags betreffend die Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreichs, der 1955 zwischen Österreich und den Verbündeten der Anti-Hitler-Koalition geschlossen wurde: UdSSR, USA, Großbritannien und Frankreich, verpflichtet sich Österreich, auf seinem Hoheitsgebiet die Gräber der Soldaten, Kriegsgefangenen und Bürger der alliierten Mächte und anderer Staaten der Vereinten Nationen, die im Krieg mit Deutschland nach Österreich verbracht wurden, sowie die Denkmäler und Embleme auf diesen Gräbern und die Denkmäler für den militärischen Ruhm der Armeen, die auf österreichischem Hoheitsgebiet gegen Hitlerdeutschland gekämpft haben, zu achten, zu schützen und zu erhalten.
Der 3. Dezember 2014 wurde durch einen Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation als Gedenktag für den Unbekannten Soldaten eingeführt. Am 3. Dezember 1966, anlässlich des 25. Jahrestages der Niederlage der deutschen Truppen bei Moskau, wurde die Asche des Unbekannten Soldaten feierlich im Alexandrovski-Garten beigesetzt. Er wurde aus dem Massengrab am Ortseingang von Zelenograd hierher überführt - an seiner Stelle befindet sich heute die Gedenkstätte „Bajonette“.

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