Zum 110. Jahrestag der Zweiten Haager Friedenskonferenz

09/25/2017 - 18:15

Die Ausstellung präsentiert Kopien von historischen Dokumenten über die Geschichte der Vorbereitung und Abhaltung der Zweiten Friedenskonferenz in der Hauptstadt der Niederlande im Juni-Oktober 1907, die ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der internationalen Beziehungen und Außenpolitik von Russland darstellt. Die auf Initiative Russlands einberufenen Ergebnisse der Konferenz sind ein bedeutender Beitrag zur Entwicklung des Völkerrechts, zur Kodifizierung von Gesetzen und Verhaltensweisen während des Krieges sowie zur friedlichen Beilegung internationaler Streitigkeiten.

Die Besucher der Ausstellung haben Gelegenheit, sich mit der Geschichte der zweijährigen Konferenzvorbereitung vertraut zu machen, an der letztendlich Vertreter von 44 Staaten teilnahmen, lernen mehr über die Rolle der russischen Delegation, dessen Mitglieder etwa der Botschafter in Paris, A.I. Nelidov, der herausragende russische und international bekannte Rechtsanwalt und Diplomat F.F. Martens sowie der Gesandte in Den Haag, NV. Čarykov, waren.
Die Präsidentin des Österreichischen Nationalkomitees des Roerich-Paktes und Mitglied des Österreichischen Nationalkomitees des Blauen Schildes, Leila Strobl, sprach vor dem Publikum zum Thema „Die Rolle und Bedeutung der Zweiten Haager Friedenskonferenz". Die Rede konzentrierte die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf die Hauptstadien der Entwicklung der pazifistischen Bewegung in Europa an der Wende vom 19. und 20. Jahrhundert, das Zusammenspiel von Gesellschaft und Staat in diesem Prozess, die Hauptziele der Ersten und Zweiten Haager Konferenz und der Wunsch der russischen Delegation, ein internationales Leben auf der Grundlage von Recht und Gerechtigkeit zu etablieren. Besonders der Einfluss der Haager Konventionen auf die Verabschiedung einer Reihe wichtiger Verträge und Rechtsinstrumente, welche die Beilegung internationaler Streitigkeiten mit friedlichen Mitteln forcierten, wurde besonders hervorgehoben.
Gäste des Abends waren Vertreter der Russischen Botschaft in Österreich, der kreativen Intelligenz und Studenten der österreichischen Gesellschaft sowie russische Landsleute.
Die Dokumentarausstellung am RKI in Wien hat bis 30. November 2017 geöffnet. Für die Zeit der Ausstellung ist geplant, thematische Exkursionen und Berichte für Fachleute auf dem Gebiet des humanitären Völkerrechts, Vertreter internationaler öffentlicher Organisationen und anderer interessierter Personen durchzuführen.