Am 22. Juni, am Tag des Gedenkens und der Trauer, veranstaltete das Russische Haus in Wien die Aktion "Kerze der Erinnerung "-eine Kundgebung auf den sowjetischen Kriegsgräbern des Baumgartenfriedhofs, einer der zehn Wiener Nekropolen der österreichischen Hauptstadt, wo sowjetische Soldaten begraben sind.
Am Vorabend des 80. Jahrestages des Beginns des Großen Vaterländischen Kriegs wurden an einer sowjetischen Militärgrabstätte in Pressbaum Bäume gepflanzt, um an mehr als dreihundert Soldaten der Roten Armee zu erinnern, die in diesem Grab liegen, und die während der Kämpfe oder im Frühjahr 1945 an ihren Wunden starben.
"Il Viaggio a Bayreuth" – die weltberühmte dramatische Sopranistin Elena Pankratova, Professorin der Universität der Künste Graz nannte so das Konzert ihrer Klasse, das im russischen Haus in Wien am 18. Juni stattgefunden hat. Der Name steht im Einklang mit dem Titel Oper "Die Reise nach Reims" (Il Viaggio a Reims) von Gioachino Rossini. Und Bayreuth ist die Stadt Richard Wagners, eine Stadt, die der große deutsche Komponist, der sich wie Eis und Flamme von Rossini unterscheidet, für sein Leben und für das Einrichten seines berühmten Festivals gewählt hat.
Zum ersten Mal nach vielen Monaten des Lockdowns öffnete das Russische Haus in Wien seine Pforten für Gäste: Am 8. Juni fand ein "Live"-Konzert mit Künstlern auf der Bühne und Zuschauern im Saal statt. Es ist erfreulich, dass die Künstler an diesem besonderen Abend Kinder waren, und zwar Schüler der Rachmaninow-Künstlerschule bei der Kathedrale zum Hl. Nikolaus in Wien.
Die Präsentation eines neuen Buches, das dem berühmten Gesandten des Kaisers Maximilian am Moskauer Hof Wassilij III. (1517), dem Autor des Werkes "Notizen über Moscovia" Sigismund von Herberstein, gewidmet ist, wurde am Dienstag, 15. Juni, im russischen Haus in Wien zum ersten offenen Abend, der hochkarätige Gäste und Publikum anzog. Zur Eröffnung des Abends begrüßte der stellvertretende Direktor des Russischen Hauses, Alexander Zhuravljow, den russischen Botschafter in Österreich Dmitri Ljubinskij, den Co-Vorsitzenden der österreichisch-russischen Historikerkommission Stefan Karner, sowie weitere Gäste und berichtete, dass das Russische Haus in Wien nach mehrmonatiger erzwungenen Fernarbeit dank der erfolgreichen Impfung aller Mitarbeiter wieder offline arbeiten kann.
Nach einer langen Pause nimmt das Russische Haus wieder österreichische Schüler und Studenten auf, die Russisch lernen. Am 16. Juni wurde das Russische Haus von einer Schülergruppe des Wiener Schulzentrums Ungargasse besucht.