Tag der Einheit der europäischen Sprachen

09/26/2017 - 18:45

Am 26. September fand zum 16. Mal der Tag der Einheit der europäischen Sprachen statt, welcher vom Europarat am 6. Dezember 2001 ausgerufen wurde.

Im Rahmen der Feier in der Hauptbücherei Wien gab es Vorträge von Schulen zum Studium von Sprachen, öffentlichen Organisationen und Kulturinstitutionen. Dabei nahm das RKI aktiv an allen Veranstaltungen teil. Der bunte, informative Stand der Repräsentationsstelle erregte die Aufmerksamkeit einer großen Anzahl von Besuchern in der Bibliothek. Die Mitarbeiter des RKI sprachen über die Aktivitäten und Möglichkeiten des Zentrums auf dem Gebiet des russischen Sprachunterrichts, präsentierten Videos und gedruckte Werbeartikel über Russland und beantworteten Fragen der Besucher im Zusammenhang mit der Arbeit in den Russischsprachkursen sowie dem kulturellen und pädagogischen Programm des Zentrums. Während der Veranstaltung führten alle teilnehmenden Länder Unterricht in den jeweiligen Landessprachen durch. Eine offene Lektion, die von einer Lehrperson des RKI durchgeführt wurde, erregte großes Interesse der Besucher.
Ebenfalls wurde an diesem Tag im Haus der Europäischen Union die Veranstaltung zum Tag der europäischen Sprachen erfolgreich abgehalten. Die Idee und Organisation des Projekts übernimmt der Verband der europäischen Kulturinstitutionen EUNIC, dessen aktives Mitglied auch die Vertretung der Agentur Rossotrudničestvo in Österreich ist. Das zentrale Ereignis der Aktion war die Lesung einiger Auszüge aus der Geschichte "Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren, eines der beliebtesten Kinderbücher, welches in 70 Sprachen und Dialekte der Welt übersetzt wurde. Die Vertreter von europäischen Botschaften und Kulturinstitutionen hörten Auszüge aus der Geschichte in fast allen europäischen Sprachen, darunter Katalanisch, Luxemburgisch, Walisisch, und auch in den Schweizer, Vorarlberger und Wiener Dialekten der deutschen Sprache. Die russische Version der Übersetzung wurde erfolgreich von der berühmten Opernsängerin Olga Šalaeva präsentiert. Die Professorin der Universität Wien, Dr. Eva Vetter, trat mit einer Abhandlung, in der das Problem der modernen Wahrnehmung der Geschichte diskutiert wurde, vor das Publikum - der Titel: „Pippi Langstumpf – ein Vorbild für Europas Jugend?“.
Als Teil der Veranstaltung wurden Wettkämpfe und Workshops für Kinder abgehalten: ein Sprachspiel, eine musikalische Aufführung, ein Make-up-Studio für die Pippi-Puppe, welche die Kinder zuvor selbst bei einem Workshop gebastelt hatten.
Ebenfalls gab es eine Ausstellung der Bücher "Pippi Langstrumpf", die in verschiedenen Sprachen in verschiedenen Ländern Europas veröffentlicht wurden. An der Veranstaltung nahmen Mitarbeiter von Botschaften und Kulturzentren, welche in Wien beheimatet sind, eingeladene Gäste sowie Vertreter österreichischer Jugendorganisationen teil. Das Ereignis vereinte Menschen verschiedener Nationalitäten und verschiedener sprachlicher Kulturen.